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Studie über ein Mädchen, das aus einer hochprivilegierten Bildungssituation heraus seinen vorgezeichneten Weg verließ, um sich ohne gesellschaftlichen Rückhalt einer Existenz-und Identitätsfrage auszusetzen, die körperliche und geistige Grenzen schicksalshaft überschritt.

Im Rahmen eines eng begrenzten Zeitraumes der Neuorientierung wird eine Art „Stille nach dem Sturm“ thematisiert, in der sich die chronische Lebensirritation subtil von außen nach innen Bahn bricht. Ausgangspunkt des fotografischen „why me“ der bis dahin unsichtbar Fremden war der bedeutungsschwere Antwortsatz „Hauptsache es gibt ein Happy End“ nach einer nichtigen Entscheidungsfrage während einer Zufallsbegegnung. Das dokumentarische Foto wird zur Grundlage assoziativer Umkreisungen eines verschleierten Abdrucks von Wirklichkeit, der Mensch an sich und in seiner Darstellbarkeit als offene Frage postuliert.